DIY Sonnencreme für die ganze Familie




 

DIY SonnencremeDer Frühling ist hier und vor einigen Tagen dachten wir es sei Sommer. Wir hatten wunderbare 33 Grad im Garten und tauschten daher wirklich schnell unsere Kleidung gegen Bikini und Badehose. Natürlich kommt, wie jedes Jahr, dann die Frage auf: Welche Sonnencreme sollen wir nehmen?

Nun, ich bevorzuge Naturkosmetik. Sie ist zwar teurer, aber ich lege Wert auf Produkte, welche möglichst naturnah und ohne Tierversuche hergestellt wurden. Irgendwann stieß ich bei der Ausbildungsakademie für Kräuterpädagogen auf das Selbst machen von Sonnencreme. Hier wurde mein Grundstein gelegt. Seither mache ich jährlich meine Sonnencreme und auch so, zu 90 Prozent, meine Hautpflegeprodukte selbst.

Die Sonnencreme, welche ich euch nun vorstelle, habe ich also schon 6 Jahre erprobt. Sie wurde letztes Jahr im Hitze- Rekord Sommer eingesetzt und hat wunderbare Leistung geliefert- nämlich keinen Sonnenbrand oder Rötungen. Die Creme, welche eigentlich ja eine Lotion ist, ist auch wunderbar für Kinder und auch Männer 😉 , welche sich nicht gerne eincremen lassen. Sie lässt sich leicht verschmieren und hinterlässt dann nur ein seidig, weiches Gefühl auf der Haut. Vorbei  ist also die Zeit, wo die Kinder, wunderbar schützend eingeschmiert, nach dem Sandspielen aussahen als wären sie lebendige Schnitzel.

Folgend werde ich euch ein Sonnenschutzgel mit Lichtschutzfaktor 20 mitgeben. Neben den einzelnen Zutaten werde ich noch dazu schreiben, was das genau ist, damit ihr selbst auch wisst, was ihr da zusammen mixt.

Zum Umgang mit selbstgemachten Sonnenschutzprodukten

Nachcremen:

Selbstgemachte Sonnencremen kleben nicht künstlich auf der Haut fest. Daher ist es wichtig hier wirklich nach zu cremen, wenn die Creme durch Wasser oder Schwitzen abgewischt wurde. Das ist auch der Vorteil für Kinder, welche taktil empfindlich sind. Wenn sie zügig eingeschmiert wurden, dann klebt nichts mehr.

Konservierung:

Am Besten ist es natürlich die Creme jede Woche neu zu mischen, dann braucht ihr natürlich kein Konservierungsmittel. Da dies meist nicht möglich ist, ist es von Vorteil die Creme mit Rokonsal leicht zu konservieren. Vor allem dann, wenn man sie mit zum Sonnenbaden nimmt und sie so höheren Temperaturen ausgesetzt ist.

Lagerung:

Sonnenschutzprodukte sollten im Kühlschrank gelagert werden. Auch wenn man sie in die Sonne mitgenommen hat, eine kühle Lagerung verlängert die Haltbarkeit.

Ablaufen:

Nichts desto trotz kann es bei Naturkosmetik, ob selbstgemacht oder gekauft, auch zum Verderben der Creme kommen. Dies kann mehrere Ursachen haben: unreines Arbeitsmaterial, unreine Behälter, schlechte Lagerung oder das Eindringen von Bakterien in den Creme Behälter beim Auftragen der Creme auf den Körper. Es kann auch sein, dass das Öl alt (ranzig) geworden ist. Dies sind natürliche Ursachen, die Creme sollte dann natürlich verworfen werden. Für mich sind diese Anzeichen ein Faktor, dass es sich eben um ein Naturprodukt handelt, in dem möglichst wenig Chemie und Konservierung beigefügt wurde.

 

Die Zubereitung

Für ca. 100ml Sonnenschutzgel: das Gel ist leicht flüssig, daher einen Flakon verwenden

Wasserphase:

      • 80-100 g destilliertes Wasser (ich koche es einfach ab)
      • 0,5 g Xanthan (ein natürliches Verdickungs und Geliermittel, das im übrigen auch in Gummibärchen drinnen ist)

Fettphase:

      • 8g Jojobaöl (ein sehr verträgliches Öl, welches schnell in die Haut einzieht ohne zu fetten)
      • 4g Fluidlecithin super (ein natürlicher Emulgator- verbindet Fett und Wasser)

Sonnenschutz:

      • 12g SoFi Tix Breitband (das ist ein mineralischer Filter aus Titandioxit kombiniert mit Zinkoxid. Ein weißes ungiftiges Pulver) – wenn ihr 15 g SoFi Tix Breitband nehmt habt ihr Lichtschutzfaktor 30

Wirkstoffe:  (diese pflegen die Haut, sind aber nicht dringend notwendig)

10 Tropfen Karottenöl

10 Tropfen Aloe Vera 10- fach

5 Tropfen Rokonsal (zur Konservierung- außer ihr macht die Creme jede Woche neu)

einige Tropfen ätherisches Öl zum Beduften (ich mag hier gerne 2 Tropfen Lavendelöl)

Zubereitung:

Bevor ihr mit dem Arbeiten beginnt, desinfiziert bitte den Mixer und die Aufbewahrungsflasche mit kosmetischem Alkohol oder Wodka.

Wasser mit Xanthan mit einem Stabmixer kalt versprudeln und kurz andicken lassen. Jojobaöl, Fluidlecithin mixen und dann SoFI Breitband dazu geben und nochmals durchmixen. Am Ende die Wirkstoffe und den Duft dazu.

Fertig! Das ganze dauert nur einige Minuten und schon hat man eine wunderbare Sonnencreme!!!

Wichtig ist noch, die Creme zügig am Körper zu verschmieren, da sie sonst eventuell weiße Stellen hinterlässt.

Ich wünsche euch viel Spaß und gutes Gelingen beim Mixen!

Ich freue mich über eure Kommentare und natürlich auch, wenn ihr den Beitrag weiter teilt.

Alles Liebe

Pia



4 comments

  1. Kerstin says:

    Hallo liebe Pia, das hört sich total interessant an. Ich schwöre auch auf Naturkosmetik und habe mir letztens sogar zahnpuzund Zahnpasta angerührt. Kannst du mir verraten, wo du die Zutaten her hast und was die so kosten? Ich würde das gern mal probieren, ich hab nämlich hier auch so eincreme-Muffel.Liebe Grüße Kerstin

  2. rosi says:

    tolles rezept, so simpel. mir ist das mit dem wasserbad etc. viel zu aufwendig 🙂
    klumpt das xanthan nicht? und wie schaut es aus mit der haltbarkeit?? 🙂

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